Pressebericht (k)eine-schwarz-weiß-malerei

aus „Der Patriot“ vom 24. Okt. 2005

Am Ende der Farbskala

Die Gruppe Septimus er�ffnet am Samstag im Kunstturm ihre 16. Werkschau „(k)eine schwarz-wei�;-malerei“

Unter dem Titel „(k)eine schwarz-weiß-malerei“ steht die 16. Werkschau der Gruppe Septimus, die am Samstag, 29. Oktober, im Lippstädter Kunstturm eröffnet wird.

Wer Schwarzweiß-Malerei betreibt, so weiß der Volksmund, beschränkt sich für gewöhnlich recht oberflächlich auf extreme Positionen, verzichtet auf die Feinzeichnung und gibt sich, statt zu differenzieren, mit einfachen Wahrheiten zufrieden. Die Gruppe Septimus betreibt in ihrer diesjährigen Werkschau ausdrücklich keine Schwarz-weiß-Malerei, wenngleich sie sich darauf beschränkt, ausschließlich mit Schwarz und Weiß zu arbeiten.

Was bewegt Künstler, zumal, wenn es sich wie in diesem Fall um Maler handelt, einen ihrer stärksten Trümpfe, die Farbe, aus der Hand zu geben und sich mit dem Schwarz, dem Weiß und dem, was dazwischen liegt, dem Grau, zu bescheiden?

Schwarz und Weiß, so weiß der Naturwissenschaftler, sind im physikalischen Farbenspektrum nicht vorhanden, gelten als Nicht-Farben. Aus beiden Enden der Farbskala sind alle Töne gewichen, übrig geblieben sind die beiden Extremkontraste, sowie die unendlich vielen Variationen von Grau. Dennoch haben Schwarz, Weiß und Grau in der Geschichte der Kunst immer eine große Rolle gespielt. Auf unterschiedliche künstlerische Weise haben sich die Septimus-Mitglieder Rosario Buccellato, Ernst Ewers zum Rode, Elisabeth Fellermann, Elisabeth Grygier und Lore Liebelt dieser Herausforderung gestellt, diesmal begleitet von der Gastausstellerin Irene Peil, die sich dem Thema mit bildhauerischen Mitteln nähert.

Welche Chancen sich künstlerisch aus der Beschränkung ergeben, zeigt sich in der Werkschau, in ihrer Wirkung unterstützt durch die räumlichen und farblichen Gegebenheiten des Ausstellungsraumes im Kunstturm.

Die Ausstellung wird um 19 Uhr eröffnet. Die Einführung übernimmt die Kunsthistorikerin Elvira Meisel-Kemper. Für den musikalischen Rahmen sorgt Wolfgang Streblow auf dem Theremin. Die Präsentation im Kunstturm in der Von-Treschkow-Straße 31 ist bis zum 19. November sonntags von 11 bis 16 Uhr sowie dienstags, donnerstags und samstags von 16 bis 19 Uhr zu sehen.